VEGANE SPORTLER:
MIT 6 TRICKS GANZ NACH OBEN

Spitzenleistungen sind auch mit veganer Sporternährung drin. Basketball-Legende Dirk Nowitzki, Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand, die Fußballstars Mats Hummels, Ex-Boxweltmeister Mike Tyson und so einige mehr: Viele Sportler verbannen tierische Produkte immer öfter oder gar konsequent aus ihrem Ernährungsplan. Das hat nicht immer mit ethischen Gründen zu tun, sondern bringt ihnen ganz handfeste, gesundheitliche Vorteile.

Wir erklären, wie vegane Sportler es nach ganz oben geschafft haben.

VEGANE SPORTLER MÜSSEN MEHR WISSEN

„Der einzige Nachteil ist, dass man sich initial ein wenig mit dem Thema Ernährung befassen muss“, berichtet der „Stärkste Mann Deutschlands“ und vegane Sportler Patrik Baboumian (superveganer.de) und schiebt nach „aber das ist eigentlich auch eher ein Vorteil.“

Natürlich sollten sich alle Sportler mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, für vegane Sportler gilt das aber besonders, denn einige wichtige Nährstoffe stecken nun mal in größeren Mengen vor allem in tierischen Lebensmitteln. So müssen vegane Sportler über die Vitamine D und B12 und verschiedene Mineralstoffe wie Calzium, und Spurenelemente besonders gut Bescheid wissen. Und natürlich ist gerade für Kraftsportler besonders wichtig, wie sie ihren Eiweißbedarf ohne die Hilfe tierischer Quellen decken.

Die gute Nachricht ist: Wir sagen dir, mit welchem Nährstoffmix Sport vegan so richtig rockt!

VEGANE SPORTLER: MIT CREATIN IN DIE BUNDESLIGA

Der Fußballprofi Marco Sailer erlebte mit dem SV Darmstadt 98 einen rauschenden Durchmarsch von der Dritten Liga bis in die Bundesliga. Das markante Merkmal des Stürmers: Sein Rauschebart und seine vegane Lebensweise! „Ich fühle mich fitter, stärker, einfach besser“, beschreibt Sailer seinen Leistungsstand, seitdem er auf tierische Lebensmittel verzichtet.

Der Sportmediziner Klaus Pöttgen war Sailers Mannschaftsarzt während des Durchmarsches in die Bundesliga und veröffentlichte in der „Sportärztezeitung“ einen viel beachteten Beitrag zum Thema „Fleischlos in der Bundesliga“. Dort skizziert Pöttgen, dass eine vegane Ernährung natürlich auch für Leistungssportler möglich ist. Christian Kolodziej, Fitnesstrainer vom Bundesligakonkurrenten Eintracht Frankfurt, weiß das auch und erklärt, wie vegane Sportler von einer entsprechenden Ernährung profizieren: „Führende Universitäten empfehlen eine pflanzliche Ernährung und raten nicht umsonst von Milchprodukten ab, die für den Säure-Basen-Haushalt schädlich sind“, sagte er der Ärztezeitung. „Den Konsum von Milchprodukten haben wir extrem eingeschränkt: Auf Milchreis oder Eis wird am Tag vor dem Spiel beispielsweise verzichtet. Vom Speiseplan sind auch Weizenprodukte wie Weißmehlbrötchen oder –brot gestrichen.“ Für vegane Sportler „bieten wir Sojaprodukte oder Dinkelmilch an, damit die Proteine über den veganen Weg aufgenommen werden können.“

Und Klaus Pöttgen nannte bei einer Fortbildungsveranstaltung für den Bund Deutscher Fußballlehrer einen weiteren Schlüssel für die erfolgreiche ernährungswissenschaftliche Begleitung von Leistungssportlern: Auch Creatin werde verabreicht.

Auf der Dopingliste steht Creatin natürlich nicht, weshalb Pöttgen in seiner Studie schreibt: „Die Wirkung von Creatin ist bei der Aufrechterhaltung von Sprunghöhen während wiederholten Sprungtests bei Fußballspielern belegt. Creatin kann daher sinnvoll von Veganern zur Leistungssteigerung supplementiert werden.“

VEGANER SPORTLER WERDEN? LASS ES LANGSAM ANGEHEN!

Der Autor, frühere Triathlet und Ultramarathon-Läufer Brendan Brazier hat einst „Wolverine“ Hugh Jackman zu einer Ernährungsumstellung gebracht. „Er war schwerfällig, hatte keine Energie und Probleme mit Entzündungen“, erzählte Brazier Spiegel Online. „Das wollte er ändern […]. Er wollte athletisch, muskulös – und trotzdem beweglich bleiben.“

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, vegane Sportler zu werden oder „nur“ ähnlich wie der ehemalige „Sexiest Man Alive“ deutlich öfter auf tierische Lebensmittel zu verzichten, hat der Sportler einen wichtigen Tipp parat: „Bei einer Ernährungsumstellung ist es immer wichtig, dass man sich und dem Körper Zeit gibt und langsam beginnt“, sagte er Spiegel Online. „Vielleicht beginnt man einfach mit einem grünen Smoothie. Denk an all die leckeren, gesunden Dinge, die du entdecken kannst, anstatt daran zu denken, auf was du verzichten musst.“

Möglichst unverarbeitete Lebensmittel, die leicht verdaulich und energie- und nährstoffreich landen bei veganen Sportlern besonders oft auf dem Tisch. Das klingt doch nach einer Kombination für Champions! Vollwertkost, Hülsenfrüchte wie Soja, Bohnen oder Linsen, Obst und ballaststoffreiches, schonend oder roh gegartes Gemüse – die Auswahl ist groß und hochwertige rein vegane Nährstoffquellen finden sich inzwischen auch in zahlreichen Produkten der Sportnahrung, wie auch in den neuen veganen Protein-Drinks aus dem Qi² Sortiment.

VITAMIN C UNTERSTÜTZT VEGANE SPORTLER

Ernährungsphysiologisch müssen Veganer nicht so viel beachten, denn in den „großen“ Fragen der Ernährung unterscheiden sich die Antworten bei veganen Sportler oder nicht-veganen Sportlern nur unwesentlich. Eisen ist einer der wenigen Nährstoffe, der besondere Aufmerksamkeit benötigt, denn Eisen aus pflanzlichen Quellen wird vom Körper schlechter verwertet, als aus tierischen.

Hans Braun, Ernährungswissenschaftler an der Sporthochschule Köln, Berater des Olympia-Stützpunktes Köln und der Profis des 1.Fc Köln empfiehlt deswegen allen veganen Sportlern, Eisenquellen zusammen mit Vitamin C aufzunehmen.

„Besonders Quinoa, Hirse und Getreide sind sehr eisenreich“, sagte er dem Tagesspiegel. Kombiniert mit Vitamin C-reichen Südfrüchten oder Paprika, können diese Lebensmittel die Eisenversorgung von veganen Sportlern verbessern.

VEGANER SPORTLER IN TEILZEIT: EINFACH MAL AUSPROBIEREN

Holger Stromberg ist der Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft und muss zu jedem Länderspiel für viele Spieler vegane Mahlzeiten auf den Tisch bringen. Zwar sind die Spieler selbst in den seltensten Fällen „waschechte“ Veganer, aber immer mehr von ihnen bitten immer öfter um vegane Mahlzeiten.

Mats Hummels verriet schon zu seiner Zeit bei Borussia Dortmund, dass er gar keine Kuhmilch mehr konsumiere. Der Frankfurter Rundschau sagte Hummels, dass er zahlreiche vegane Lebensmittel wie Quinoa oder Sojamilch in seinen Ernährungsplan aufgenommen habe und das „schmeckt fantastisch lecker. Viele meiner Dortmunder Mitspieler sagen, dass sie sich sehr fit fühlen. Das liegt sicher nicht nur an der Ernährung, aber auch daran.“

Stromberg selbst ist selbst kein Veganer, empfiehlt aber allen, das Konzept „Veganer Sportler“ wenigstens mal in Teilzeit auszuprobieren: "Das ist wie eine Frischzellenkur. Man verliert an Gewicht, fühlt sich wacher, frischer und leistungsfähiger."

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